







Lithiumsalze in der medikamentösen Psychotherapie
Seit der australische Psychiater John Cade 1949 eher zufällig die psychotrope Wirkung von Lithiumsalzen im Tierversuch beobachtet hatte, wird Lithium seit Mitte des 20. Jahrhunderts in der Therapie manisch-depressiver Erkrankungen eingesetzt.
Lithiumsalze gelten als sehr gut erforscht, nebenwirkungsarm und gut verträglich. Sie machen nicht abhängig und weisen eine in Studien nachgewiesene suizidverhütende Wirkung auf 4.
Die therapeutische Breite von Lithium ist jedoch sehr gering, so dass die Lithiumkonzentration im Blut von Patienten während der Behandlung regelmäßig kontrolliert werden muss. Vor einer Selbstbehandlung muss eindringlich gewarnt werden!
Die International Consensus Group on Bipolar I Depression empfiehlt Lithium in der erstrangigen Behandlung der bipolaren Störung I 1.
Lithium ist von Dr. Paul Lohmann® in Form folgender Salze in verschiedenen Pharmaqualitäten erhältlich:
- Lithiumcarbonat
- Lithiumcitrat
- Lithiumglukonat
- Lithiumsulfat
Die Behandlung manisch-depressiver Zustände mit Lithium findet häufig in der zeitgenössischen Musik, Filmkunst und Literatur Erwähnung, beispielsweise in dem verfilmten Roman "Einer flog über das Kuckucksnest" oder dem Song "Lithium" der Gruppe "Nirvana".








